Gasprofi24 Blog des Monats - Bacon zum Steak (c) baconzumsteak.de

Blog des Monats Januar: Thomas Holzportz von www.baconzumsteak.de

Der erste Gasprofi24-Blog des Monats im Jahr 2016 startet mit einer besonderen Leidenschaft: Steaks und Burger. Thomas Holzportz schreibt auf seinem Blog baconzumsteak.de über das „Kochen, Grillen und Genießen“ und teilt mit seinen Lesern neben einer eigenen Rezeptsammlung, Tests von Burgerläden und Erfahrungsberichten auch qualitative Ansprüche an richtig gutes Fleisch.

Seit 2013 füttert der Wahlkölner mit seinen Blogposts ambitionierte Hobbyköche und passionierte Grillliebhaber mit neuen Ideen und Empfehlungen. Sie fühlen sich angesprochen? Dann sollten Sie das Interview mit dem Grill- und Food-Blogger über vegetarisches Essen, Restaurant-Besuche und Fleischeinkauf nicht missen.

Full Hangover-Sandwich (c) baconzumsteak.de

Full Hangover-Sandwich

Interview mit Thomas Holzportz

Hallo Herr Holzportz. Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für unsere Fragen genommen haben. Erzählen Sie uns doch bitte erst einmal etwas über sich und Ihren Blog „Bacon zum Steak“.

Thomas Holzportz: So alt bin ich noch nicht. Ich bin Thomas, der Schreiberling hinter baconzumsteak.de. Ursprünglich komme ich aus der Voreifel, bin aber seit fast zehn Jahren Wahlkölner. Bei einer Reise in die USA habe ich die billigsten Burgerbuden lieben gelernt und zum ersten Mal bemerkt, wie vielfältig und wahnsinnig toll Fleisch schmecken kann. Zurück in Deutschland im Jahr 2009, wurde ich zum sogenannten „Foodie“ und startete verschiedenste Experimente in Genres, die man heute „Soulfood“ nennt. Die Leidenschaft zur „Bloggerei“ rund um Steaks, Burger, Grill, Pfanne und Backofen lässt mich seit fast drei Jahren nicht mehr los.

„Bacon zum Steak“ ist ein weiterer Blog… Aber was macht Deinen Blog besonders?

Besonders sind zum Beispiel meine Burgerkarten für fast alle Großstädte in Deutschland, die per se aber nicht viel mit dem Blog gemein haben. Ich bin der Überzeugung, dass authentische Inhalte dem Leser am meisten bieten: If it’s shit, call it shit. So ist leider nicht jeder Blogger.
Meine kuriosen Rezepte, die mitunter unzählige Male in meiner heimischen Küche zubereitet werden, sind eine Besonderheit, die ich herausheben würde. Erst wenn sie ausgereift genug sind, veröffentliche ich ein Rezept – dieses gilt auch für alle anderen Artikel.

Dazu kommen Erlebnisberichte, in die ich viel persönliches Gedankengut einfließen lasse. Ein gutes Beispiel ist ein Zerlegeseminar, das mich doch sehr zum Nachdenken gebracht hat. Auch sowas teile ich im Blog, und ich glaube, dass dadurch der Leser auch in seinem Konsumverhalten positiv beeinflusst werden kann.

Vegetarische Gerichte werden mit Bacon verfeinert

Es ist leicht zu erkennen, dass Du ein leidenschaftlicher Fleischesser bist. Kommt denn bei Dir auch ab und zu etwas Vegetarisches auf den Teller?

Auch bei mir gibt es mal Nudeln mit Sahnesoße oder eine Portion selbstgemachte Pommes – ganz klar. Wirklich geplante vegetarische Tage habe ich aber nicht. Es gibt irgendwie immer den Punkt, an dem mein Körper nach etwas Fleischigem schreit. Zugegeben: Meistens landet auf vegetarischen Gerichten daher dann doch noch Bacon. Bacon macht halt alles besser. Auch nicht-vegetarische Gerichte.

Und was ist demgegenüber Dein absolut liebstes Fleischgericht?

Ein nicht pariertes, möglichst lang gereiftes 400g dry aged Rib-Eye Steak von der Morgan Ranch in den USA, mit möglichst hohem Marmorierungsgrad. Das ist wahnsinnig leckeres, aromatisches und saftiges Fleisch. Mehr brauche ich zum Glücklichsein manchmal nicht. 😀

Was ist besser: In einem guten Restaurant ein Steak zu genießen oder selbst die Bratpfanne zu schwingen?

Man kann in Restaurants sehr köstliche Steaks essen, wenn die Köche bei der Sache sind. Das Problem: Man isst so selten alleine in Restaurants. Wenn ich mit Freunden oder der Familie essen gehe, möchte ich gemeinsam und gleichzeitig essen. In guter Runde ein Steak zurückgehen lassen und wohlmöglich noch Diskussionen zum Gargrad sind dann fehl am Platz. Ich bin in dieser Sache leider typisch deutsch-kleinkariert und bestelle deswegen immer seltener Steaks in Restaurants.

Pastrami für das Anto Hangover-Sandwich (c) baconzumsteak.de

Pastrami für das Anti Hangover-Sandwich

Müssen wir als GasProfi24 natürlich auch fragen: Wie kochst Du am liebsten – mit Gas, Strom oder reinem Feuer?

Am liebsten auf Kohle bzw. offenem Feuer, einfach weil das für mich die leckersten Röstaromen bringt, am geselligsten ist und ich mich da am besten entspannen kann.
Gas ist allerdings eine feine Sache, wenn es schnell gehen muss oder sehr heiß werden soll. Schnelle Mahlzeiten werden bei mir recht zügig auf dem Herd zubereitet. Man hat ja (leider!) auch nicht jeden Tag extravagante Steaks, deren Zubereitung mit großem Aufwand, und der Kamera um den Hals, betrieben wird.

Zart statt lecker: „Sorry, liebe Metzgereien – ich wäre gerne öfter bei euch!“

Du legst großen Wert auf qualitativ hochwertiges Fleisch und hast auf Deinem Blog auch eine lange Liste mit guten Metzgereien und Märkten zur Verfügung gestellt. Hast Du einen Metzger Deines Vertrauens, zu dem Du jeden Tag gehst?

Das Problem ist, dass die meisten Metzgereien nur das einkaufen und produzieren, was von den Kunden vor Ort gekauft wird: Die wenigsten fragen nach schmackhaftem und saftigem Fleisch. An der Theke wird meistens möglichst mageres und zartes Fleisch bestellt. Dass mageres Fleisch aufgrund der Faserlänge des Muskels häufig von Natur aus recht zäh ist, wird dabei viel zu oft vom Fachpersonal nicht erwähnt. Also empfiehlt die Person hinter der Theke ein paar Tage Reifezeit im Beutel, wodurch das Steak viel an Eigengeschmack verliert und säuerlich wird. Und niemand kann es ihm/ihr verdenken, denn der Kunde wollte schließlich mageres und zartes Fleisch, und kein „leckeres“.
Das Wissen im Handwerk ist da, nur leider noch nicht ganz beim Kunden angekommen. Die deutsche Steak- und Fleischkultur könnte man mit „zart statt lecker“ passend beschreiben, darum suche ich mir meistens Fleisch im Großhandel aus oder bestelle es online. Sorry, liebe Metzgereien. Ich wäre so gerne öfter bei Euch!

Kochst Du an Feiertagen, wie zum Beispiel Weihnachten/Silvester, für Freunde und Familie oder lässt Du da mal alle Fünfe gerade sein?

Das Weihnachtsmenü war schon lange geplant: Es gab ein Menü verschiedener Burger und Pastrami-Sandwiches. Eigentlich alles aus eigener Hand – das wurde so von den Schwiegereltern in spe gewünscht. Hat man da noch eine Wahl? 😉
Scherz bei Seite, eine Freundin erzählte mir neulich, dass Sie die kompletten Feiertage mit dem ein‘ oder anderen Glas Wein in der Küche steht und Freunde und Familie bekocht. Ich habe sie beneidet, denn Kochen und Essen macht auch mir richtig viel Spaß.

Double Wagyu Cheeseburger mit Nachos und Chili-Cheese Sauce (c) baconzumsteak.de

Double Wagyu Cheeseburger mit Nachos und Chili-Cheese Sauce

Gibt es einen Foodblogger, an dem Du dich orientierst oder der Dir Inspiration gibt?

Da gibt es nicht nur einen, da gibt es unzählige Blogger, Köche und Landesküchen, die ich noch nicht kenne. Ich sehe viel Neues, manchmal auch nur neue Interpretationen klassischer Gerichte, und verbinde dann viel im Kopf. Eine tolle Gruppe an kreativen Bloggern sind die „Blogging BBQ Buddies“, da findet man immer unglaublich viel Inspiration und Fachwissen.

Und zum Schluss ein Blick in die Zukunft: Was sind Ihre Pläne für 2016? Gibt es da ein Produkt, Event oder Vorhaben, auf das Sie sich besonders freuen?

2016 wird wieder ein Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und Wissen. Besonders im Räuchern und Kalträuchern von gepökeltem Fleisch werde ich viel ausprobieren, das fesselt mich seit dieser Herbstsaison extrem. Burger, Bacon, Fleisch allgemein und das Grillen, bleiben weiter ein wahnsinnig vielfältiges Themengebiet, denen ich im Metier von „Street Food, BBQ & Soul Food“ natürlich treu bleibe. Ich freue mich auf ein neues, spannendes Jahr 2016!

Vielen Dank für das Interview. 🙂

Weitere Informationen zu Thomas Holzportz und seinem Blog baconzumsteak.de:

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