Der Bunsenbrenner – Vorstellung und Vergleich verschiedener Modelle

Den 31. März feiert man in den USA als Bunsen Burner Day, also den Tag des Bunsenbrenners. Passend zu diesem Ehrentag möchten wir Ihnen den kleinen Gasbrenner etwas näher vorstellen und Ihnen verschiedene Anwendungsgebiete zeigen.

Warum der Gasbrenner als Bunsenbrenner bekannt ist

Zu Beginn möchten wir Ihnen erst einmal einige Fakten über den Namensgeber des Bunsenbrenners, Herrn Robert Bunsen, verraten: Robert Bunsen erblickte am 30. März 1811 das Licht der Welt. Bunsen war ein sehr vielseitig interessierter Naturforscher, was sich in seiner extensiven Auswahl an Studienfächern zeigte. So studierte er neben der Chemie auch Mineralogie, Physik und Mathematik. Später lehrte er an verschiedenen Universitäten.

Was viele allerdings nicht wissen: Ausgerechnet der berühmte und nach ihm benannte Bunsenbrenner stammt nicht direkt von Bunsen selber. Erfunden wurde er vom englischen Naturforscher Michael Faraday, Bunsen hatte ihn jedoch entscheidend weiterentwickelt und verbessert.

Bunsenbrenner (CAMPINGAZ Labogaz 470 mit Gaskartusche CV 470 Plus)

Bunsenbrenner (CAMPINGAZ Labogaz 470 mit Gaskartusche CV 470 Plus)

Wie funktioniert ein Bunsenbrenner?

Die meisten Leute dürften den Bunsenbrenner noch aus ihrer Schulzeit kennen. Er ist ein kleiner Gasbrenner, den man bei der Erhitzung von Stoffen oder Flüssigkeiten verwendet. Lehrer setzen ihn daher besonders gerne im Chemieunterricht zu Demonstrationszwecken ein.

Der Bunsenbrenner ist wie folgt aufgebaut: Es gibt ein etwa 15 cm langes Rohrstück, durch welches das Gas aufwärts strömt. Die Luft wird durch verstellbare Öffnungen reguliert und nach dem Prinzip einer Strahlenpumpe selbst angesaugt. Ein Gitter oder feine Bohrungen am oberen Ende des Brenners verhindern bei modernen Modellen einen Rückschlag der Flamme in den Brenner.

Zumeist wird Propan-, Butan- oder Erdgas verwendet. Das einströmende Gas wird, vorbei an der einströmenden Luft, in das Rohrstück hinein geleitet. Im Rohrstück, oft auch Mischrohr genannt, mischen sich folglich Gas und Luft. Dieses Gemisch wird am Ende des Rohrstücks mithilfe einer Flamme entzündet und verbrennt.

Die Luftzufuhr lässt sich einfach regulieren. Abhängig von der Menge der einströmenden Luft entstehen unterschiedliche Flammen. Dabei werden zwei Flammenarten unterschieden:

  • Leuchtende Flamme (orange-gelb gefärbt): bei geringer Luftzufuhr, hat eine besonders hohe Temperatur, das Gas wird hier nicht vollständig verbrannt
  • Nicht-leuchtende Flamme / rauschende Flamme (bläulich gefärbt): Gas wird vollständig verbrannt, es können Temperaturen von bis 1500°C erreicht werden.
CAMPINGAZ Labogaz 470

CAMPINGAZ Labogaz 470

Mit dem Bunsenbrenner kochen

Der kleine Gasbrenner kommt häufig bei Vorproben der analytischen Chemie, wie beispielsweise der Lötrohrprobe oder der Flammenfärbung, zum Einsatz. Doch die Verwendung des Bunsenbrenners ist auch außerhalb des Labors beliebt. So findet er z.B. in der experimentellen Kochkunst Anwendung, hier dient dieser dem Erhitzen verschiedener Speisen. Gerne benutzt man ihn auch zum Flambieren, wie beispielsweise bei der beliebten Crème brûlée.

Aber nicht nur in der Küche ist der Gasbrenner zu einem nützlichen Utensil geworden, sondern auch am Grill wird er heutzutage gerne verwendet. Hierbei gilt es, das vakuumverpackte Fleisch vorab möglichst lange in einem Wasserbad bei 52-55 Grad zu garen, damit möglichst viel Fleischsaft enthalten bleibt. Danach wird es mithilfe einer Grillzange wenige Sekunden über den Bunsenbrenner gehalten und somit abgeflammt. Wichtig ist, dass zwischen Fleisch und Flamme ca. 5 bis 15 cm Abstand herrschen. Anschließend können Sie ein zartes Stück Fleisch genießen.

Verschiedene Bunsenbrenner – Modelle für unterschiedliche Bedürfnisse

Im GasProfi24 Shop finden Sie verschiedene Modelle, die Sie zukünftig vielleicht auch selber gerne einmal zweckentfremden möchten. Es gibt unterschiedliche Gasbrenner Modelle, die für unterschiedliche Bedürfnisse geeignet sind. Drei Modelle aus unserem Online Shop möchten wir Ihnen präsentieren:

Das erste Modell aus unserem Sortiment ist der CAMPINGAZ Bunsenbrenner Labogaz 470. Er ist für den Einsatz im Handwerk, in industriellen Labors sowie in Schulen geeignet. Sein Gewicht beträgt 380 Gramm. Die Kartusche kann bereits vom kleinen Gasbrenner abmontiert werden, auch wenn diese noch nicht vollständig entleert ist. Benötigt werden die Ventilkartuschen CV 270 oder CV 470.

Ebenfalls im GasProfi 24 Shop erworben werden kann der CAMPINGAZ Bunsenbrenner Labogaz 470 mit Gaskartusche CV 470 Plus. Dieser gleicht dem vorigen Modell, mit dem einzigen Unterschied, dass die Gasflasche inklusive ist. Die Campingaz Gaskartusche beinhaltet ein leistungsfähiges Butan- / Propangasgemisch mit einem 80/20-Verhältnis. Insgesamt beträgt sein Gewicht 450 Gramm.

CAMPINGAZ Bunsenbrenner Labogaz 470 mit Gaskartusche CV 470 Plus

CAMPINGAZ Bunsenbrenner Labogaz 470 mit Gaskartusche CV 470 Plus

Als drittes Modell stellen wir den GOK Bunsenbrenner 9 mm ohne Zündsicherung, m. Tülle vor. Der Brenner eignet sich für jegliche Arbeiten im Labor, wie beispielsweise dem Erwärmen von Metallen. Angeschlossen wird er an eine 5kg- oder 11kg-Propangasflasche. Der Brenner ist ca. 15 cm hoch und der Standsockel hat einen Durchmesser von 7,7 cm.

GOK Bunsenbrenner 9 mm ohne Zündsicherung, m. Tülle

GOK Bunsenbrenner 9 mm ohne Zündsicherung, m. Tülle

Tipps für einen sicheren Umgang

Das Arbeiten (oder Kochen) mit dem Bunsenbrenner kann gefährlich sein. Daher muss für den richtigen Umgang mit ihm einiges beachtet werden. Wichtige Regeln, die Sie unbedingt befolgen sollten, erfahren Sie hier:

  • langes Kopfhaar mit einem Haarband zusammenbinden,
  • den Kopf stets vom Brenner fernhalten,
  • den Gasbrenner immer komplett ausschalten, ansonsten strömt Gas aus,
  • Kartuschen-Brenner über der Erdgleiche lagern,
  • niemals kippen oder schütteln,
  • ebenfalls empfohlen: das Tragen einer Schutzbrille.

Wenn Sie diese Tipps beachten, sind Sie auf der sicheren Seite.

Weitere Informationen über den Bunsenbrenner und seinem Namensgeber:

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In Kategorie: Gas & Technik

Über den Autor

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Inhaber und Geschäftsführer von Bonngas und gasprofi24.de. Seit Dezember 2012 auch aktiver Blogger auf diesem Kanal und auf: Google+