Dutch Oven Ratgeber von GasProfi24

Der Dutch Oven ist in vielen Westernfilmen zu sehen: Ein knisterndes Lagerfeuer in den Weiten der Prärie und darauf der schwere schwarze Topf. Doch auch in unseren Gefilden sind die gusseisernen Töpfe ein beliebtes Gerät, um an der frischen Luft Speisen zuzubereiten.

In dem großen Dutch-Oven-Ratgeber von GasProfi24 erklären wir Ihnen, was Sie zu diesen Töpfen wissen müssen. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken!

Was ist ein Dutch Oven?

Beim Dutch Oven (deutsch: holländischer Ofen), oft auch Feuertopf genannt, handelt es sich um ein massives Kochgeschirr aus Gusseisen. Dieses besteht aus einem Topf mit Deckel. Unterhalb des Topfes befinden sich kleine Füße, die es ermöglichen, den Dutch Oven direkt auf Kohle zu platzieren. Alternativ lässt der sich durch einen Tragegriff über das Feuer hängen. Optional können Sie auf den Deckel auch Kohle legen und auf diese Weise Unter- und Oberhitze ähnlich wie in einem Backofen erzeugen.

Die Geschichte des Dutch Ovens

Der Dutch Oven ist höchstwahrscheinlich die Erfindung eines Engländers. Doch weshalb holländischer Ofen? Der Ursprung des Namens findet sich im 18. Jahrhundert, als ein Engländer namens Abraham Darby nach Holland reiste, um sich dort zum Thema Gusseisen zu informieren. Wieder in der Heimat angekommen, entwickelte er einen gusseisernen Backofen, der indirekt durch eine nebenliegende Feuerstelle oder direkt durch aufliegende Kohlen beheizt wurde.

In den USA wurde der Dutch Oven während der Besiedelung des amerikanischen Westens populär. Während dieser Zeit entstand der Ofen auch in einer kleinen und damit einhergehend mobilen Version. Somit war der Dutch Oven in seiner heutigen Form geboren. Dieser gusseiserne Ofen war einer der wichtigsten Gegenstände der großen Trecks und Viehtriebe, die im frühen 18. Jahrhundert Richtung Westen zogen. Auch die ersten Siedler nutzten die Dutch Oven. Neben dem praktischen Nutzen war der Besitz einer Sammlung von gusseisernem Kochgeschirr gleichzeitig eine Wertanlage.

Basierend auf der langen Tradition des Dutch Oven gibt es in den USA auch heute noch Restaurants, die ausschließlich mit Dutch Oven kochen. Auch viele Fernsehköche nutzen die gusseisernen Töpfe, und es gibt in Utah sogar regelmäßig ein großes Dutch-Oven-Kochduell. In dem Bundesstaat ist übrigens auch die International Dutch Oven Society (IDOS) ansässig.

Im deutschen Sprachgebrauch ist der Dutch Oven auch als Feuertopf bzw. Feuerkochtopf bekannt. Das ist abgeleitet von der Bezeichnung der entsprechenden Produkte von Petromax. Mittlerweile bezeichnet man damit aber nicht mehr ausschließlich Feuertöpfe dieses Herstellers, sondern Dutch Oven aller Marken.

Welche Speisen können Sie im Dutch Oven zubereiten?

Aufgrund seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten erfreut sich der Dutch Oven seit dem frühen 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. Sie können sich nicht vorstellen, was Sie in den gusseisernen Töpfen außer Baked Beans, wie es oftmals in den Westernfilmen zu sehen ist, zubereiten können? Folgende Speisen sind nur ein paar Beispiele:

  • Brot
  • Auflauf
  • Suppen
  • Eintöpfe
  • Geschmortes Fleisch

Vorteile von Dutch Oven

Auch wenn Sie nicht in der Prärie unterwegs und auf die Essenszubereitung am Feuer angewiesen sind, so bietet ein Dutch Oven auch heute noch und in unseren Breitengeraden viele Vorteile. Zum einen entsteht durch das Kochen mit dem Dutch Oven eine gewisse Geselligkeit und Entschleunigung. Ein großes Pro besteht zudem in den dicken Wänden aus Gusseisen, die die Wärme langsam aufnehmen und über sehr lange Zeit speichern. Einmal erhitzt, benötigt ein Dutch Oven erstaunlich wenig Glut für den Garvorgang. Auch wenn das Feuer oder die Glut schon lange erloschen ist, verfügt der Dutch Oven noch über ausreichend Hitze. Durch die langsame Aufnahme von Hitze verteilt sich diese auch gleichmäßig im Topfinneren. Die Gefahr, dass Lebensmittel anbrennen, sinkt, und das Essen bleibt länger sanft und ist gleichmäßig gegart.

Weiterhin verringert sich die Verbrennungsgefahr durch die feinen Poren, in denen sich Öle und Fette sammeln, die eine sogenannte Patina und natürliche Antihaftbeschichtung bilden. Ein weiterer Vorteil des Dutch Ovens ist die massive Verarbeitung. So lassen sich die Töpfe sogar über mehrere Generationen hinweg nutzen.

Dutch Oven über Feuer - GasProfi24-Blog
Dutch Oven über Lagerfeuer – GasProfi24-Blog

Welche Unterschiede gibt es beim Dutch Oven?

Dutch Oven gibt es in vielen unterschiedlichen Formen und Größen. Am populärsten ist die klassische runde Version. Es gibt jedoch auch quadratische und eckige Varianten. Differenziert werden kann hier hinsichtlich folgender Merkmale:

  • Flache und tiefe Dutch Ovens: Flache Modelle eignen sich für Speisen, die bei hoher Hitze zubereitet werden müssen. Tiefe Dutch Oven eignen sich dagegen gut für niedriggarende Gerichte.
  • Kleiner und großer Durchmesser: Bei einem runden Feuertopf wird der Durchmesser in Zoll (1 Zoll entspricht 2,54 cm) angegeben. Damit keine unnötige Heizenergie verloren geht, ist die richtige Topfgröße wichtig. Die gängigsten Durchmesser sind 8, 10, 12, 14 und 16 Zoll. Für Einsteiger empfehlen wir einen 10“ oder 12“ Dutch Oven. Natürlich hängt die Größe des Dutch Ovens auch von der Anzahl der Personen, die verköstigt werden soll, ab. Zur Orientierung: Der 8er fasst in der Regel 2 Liter und ist für zwei Personen ideal. Für vier Personen ist ein 10er mit 4 Liter Fassungsvermögen geeignet. Für einen großen Braten oder viele Gäste sollte es schon mindestens ein 14“ Dutch Oven sein.
  • Verschiedene Deckelvarianten: Bei einigen Feuertöpfen ist die Innenseite des Deckels geriffelt. Dadurch lässt er sich auch einfach als Pfanne verwenden. Zu diesem Zweck wird er mit der Oberseite nach unten auf einen Pfannenknecht gestellt und mit einigen wenigen Kohlen beheizt.

Anleitung zum Einbrennen von Dutch Oven

Bevor Ihr neuer Dutch Oven zum ersten Mal mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, sollten Sie ihn mit einer Bürste und lauwarmen Wasser reinigen, um etwaige Herstellungsrückstände zu entfernen.

Was das Thema Patina und Einbrennen angeht, herrscht oftmals große Unsicherheit. Ein Dutch Oven muss nur dann eingebrannt werden, wenn er fabrikneu ist und der Hersteller dies nicht bereits getan hat. Woran lässt sich das erkennen? Bereits eingebrannte Töpfe verfügen über ein rabenschwarzes Erscheinungsbild. Ist die Farbe hingegen noch hellgrau, müssen Sie Ihren Dutch Oven selbst einbrennen. Unsere Anleitung dafür:

  1. Waschen Sie den Dutch Oven mit heißem Wasser aus, bis dieser die gleiche Temperatur wie das Wasser hat.
  2. Fetten Sie den Topf von innen ein.
  3. Stellen Sie den Topf mit den Beinen nach oben auf ein großes Stück Alufolie in einen Grill mit Deckel. Den Topfdeckel sollten Sie auf die Topfbeine legen.
  4. Lassen Sie den Topf bei mindestens 200 Grad eine Stunde lang auf dem Grill.
  5. Warten Sie, bis der Topf ausgekühlt ist, bevor Sie diesen herunter nehmen.
  6. Ist der Dutch Oven noch nicht rabenschwarz, wiederholen Sie die Schritte 2 bis 5.

Ein erneutes Einbrennen ist nur dann notwendig, wenn die Oberfläche bis auf das blanke Metall zerstört ist.

Die Patina kommt von selbst hinzu, indem sich bei jedem Gebrauch die Fette ansammeln und die Farbe immer dunkler wird. Dies dient als Antihaftbeschichtung bietet gleichzeitig einen gewissen Schutz vor Korrosion. Da dieser jedoch nicht dauerhaft ist, müssen Sie den Topf nach jedem Gebrauch einfetten oder einölen. Insbesondere Gerichte mit Tomaten oder Essig lösen durch ihre Säure die Fettschicht.

Kohlen auf dem Dutch Oven - GasProfi24-Blog
Kohlen auf einem Dutch Oven – GasProfi24-Blog

Pflege von Dutch Oven

Beim Reinigen des Dutch Ovens sollten Sie zuerst einmal zwischen innen und außen unterscheiden.

Die Außenfläche ist oftmals stark verrußt und entsprechend schwer zu reinigen. Ziehen Sie zur Reinigung Handschuhe an und arbeiten Sie dann mit einem Edelstahlschwamm. Hier kann auch ein ganz kleiner Tropfen Spülmittel nicht schaden, da sich sonst der Ruß im Wasser nicht löst. Anschließend sollten Sie den Topf etwas erhitzen, damit die gespeicherte Wärme die Feuchtigkeit auf der Oberfläche verdampfen lässt. Geben Sie einfaches Pflanzenöl oder eine Reinigungs- und Pflegepaste auf den Topf, solange er warm ist, und reiben ihn mit einem Küchentuch ein.

Die Innenseite ist etwas aufwendiger zu reinigen und hängt von der Art der Verschmutzung ab:

Ist der Topf nach dem Auskratzen der Essensreste schon nahezu sauber, spülen Sie ihn einfach mit heißem Wasser aus und wischen mit einem Küchentuch nach. Während der Topf noch warm ist, sollten Sie ihn dünn mit Öl oder Pflegepaste einreiben.

Ist es vorgekommen, dass Ihnen Speisen großflächig verkohlt oder am Boden haften geblieben sind? In diesen Fällen können Sie Ihren Dutch Oven kurz einweichen und mit einem Schaber, der nicht aus Metall ist, bearbeiten. Besonders praktisch ist in solchen Fällen ein Reingreiniger. Damit können Sie fast alle Rückstände entfernen und die Patina bleibt ganz. Anschließend einfach den Topf heiß durchspülen und einölen.

Ist Ihnen einmal etwas richtig festgebrannt, füllen Sie etwas Wasser in den Dutch Oven und stellen Sie ihn dann auf die Glut. Lassen Sie das Wasser richtig aufkochen. Hat sich dabei nicht alles gelöst, empfehlen wir Ihnen das Wasser verkochen zu lassen. Sobald er von innen trocknet, können die angebrannten Rückstände problemlos entfernt werden. Allerdings sollten Sie diesen Prozess konstant beaufsichtigen. Ist die Patina am Boden nun nicht mehr in einem guten Zustand, brennen Sie den Dutch Oven einfach neu ein.

Auf dem Deckel sammelt sich im Lauf der Zeit in den Vertiefungen des Logos jede Menge verharztes mit Asche bedecktes Öl. Diese Krusten können Sie gut mit heißem Wasser aus dem Hochdruckreiniger entfernen.

Weiterhin kann es vorkommen, dass sich in der Innenseite des Deckels leichter Rost bildet. Diesen Flugrost können Sie ganz einfach entfernen: Mit heißem Wasser abwaschen, warten, bis der Deckel vollständig trocken ist, einfetten – fertig.

Gusseiserne Töpfe richtig lagern

Da der massive und robuste Topf nur einen Feind hat, den Rost, sollte die Lagerung Ihres Dutch Ovens an einem trockenen Ort erfolgen. Natürlich darf auch der Topf selbst nicht nass sein. Zur Sicherheit raten wir Ihnen dazu, den Topf nicht mit dem Deckel zu verschließen. Tipp: Legen Sie ein Küchenpapier in den Topf, um eventuelle Feuchtigkeit aufzusaugen.

Sascha Busch Bonngas/GasProfi24GasProfi24-Geschäftsführer Sascha Busch:
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Beheizen des Dutch Ovens

Grundsätzlich kann man einen Dutch Oven mit fast allem befeuern, was Hitze abgibt. Neben offenem Feuer und Holzkohle lassen sich die gusseisernen Töpfe sogar mit Gas betreiben.

Welche Kohle ist für einen Dutch Oven am besten geeignet?

Bei der Frage nach den richtigen Kohlen scheiden sich die Geister. Doch im Grunde genommen ist die Frage nach den passenden Kohlen ganz einfach zu beantworten.

  • Lagerfeuerkohlen: Diese Kohle entsteht aus dem Lagerfeuer beim Abbrand von Hartholz. Die etwa kirschgroßen glühenden Kohlestückchen fischt man mit einer Kohleschaufel aus dem Feuer und verteilt sie auf und unter dem Dutch Oven. Allerdings sind diese nach 15-20 Minuten verglüht und dann zu ersetzen. Darüber hinaus wird die Hitzesteuerung dadurch erschwert, dass das Feuer meist neben dem Topf brennt und die Strahlungshitze den Topf von der Seite zusätzlich erhitzt. Das Kochen mit Lagerfeuer-Kohlen ist daher die „Königsklasse“.
  • Holzkohlestückchen: Diese Heizmöglichkeit hat sich nicht durchgesetzt, da diese Stücke sehr ungleichmäßig sind und sich daher Holzkohlebriketts als die bessere Alternative erwiesen haben.
  • Holzkohlebriketts: Problematisch ist hier allerdings, dass die Briketts verschiedener Hersteller alle gleich aussehen, preislich aber weit auseinanderliegen. Hinzu kommt, dass die Briketts nicht durchgängig von einem Lieferanten, sondern von verschiedenen Herstellern stammen. Dies führt dazu, dass es vorkommen kann, dass die Kohle bei einem Mal ganz hervorragend ist und beim nächsten Mal ungeeignet ist.

Kohleverteilung und Hitzeregulierung

Für das Kochen im Dutch Oven reichen drei Hitzestufen völlig aus: niedrige Hitze, mittlere Hitze und starke Hitze. Die mittlere Hitze ist für die meisten Gerichte vonnöten. Dazu legen Sie einfach einen Ring mit Grillbriketts außen an den Rand des Deckels und unten an den äußeren Rand des Bodens. Da der Boden über einen kleineren Umfang als der Deckel verfügt, benötigen Sie hierfür automatisch weniger Kohlen.

  • Speisen, die gebacken werden sollen, können bei zu viel Unterhitze sehr schnell verbrennen. Legen Sie ¼ der Briketts unter den Dutch Oven und ¾ oben auf den Deckel.
  • Gerichte, die köcheln sollen (Eintöpfe und Suppen) brauchen deutlich mehr Unterhitze. Daher sollten Sie hier 2/3 der Briketts unter den Dutch Oven legen und 1/3 oben drauf platzieren.
  • Möchten Sie mit Ihrem Dutch Oven schmoren oder braten, sollten Sie für eine gleichmäßige Hitzeverteilung sorgen und die Briketts entsprechend ausgewogen verteilen.

Wollen Sie die Hitze reduzieren, entfernen Sie jedes zweite Brikett. Wird mehr Hitze benötigt, legen Sie mehr Kohlen dazu. Sie wollen ein Gericht überbacken? Kein Problem! Nehmen Sie die Kohlen von unten und legen diese mit auf den Deckel. Sind die unteren Kohlen schon nahezu ausgebrannt, sollten Sie rechtzeitig neue Kohlen im Anzündkamin vorglühen und auf den Grill legen.

Essen im Dutch Oven - GasProfi24-Blog
Suppen, Eintöpfe, aber auch Brot und sogar Kuchen lassen sich im Dutch Oven zubereiten – GasProfi24-Blog

Dutch Oven in der Praxis: Kochtipps

Seien Sie mit der Anzahl der Briketts zunächst immer etwas zurückhaltend. Sie können jederzeit Kohlen dazu geben. Ist das Essen aber einmal verbrannt, ist es zu spät. Scheuen Sie sich nicht, immer mal wieder in den Dutch Oven zu schauen. Entweicht beim Öffnen des Dutch Ovens Wasserdampf, ist das ein Zeichen dafür, dass er zu heiß ist.

Um während des Kochprozesses gegen eine ungleichmäßige Erwärmung vorzugehen, sollten Sie alle 10-15 Minuten den Deckel eine Vierteledrehung in die eine und den Feuertopf eine Vierteldrehung in die entgegengesetzte Richtung drehen.

Wenn Sie mehrere Gerichte gleichzeitig kochen wollen, können Sie die Töpfe übereinander stapeln. Auf diese Weise ist die Oberhitze vom unteren Topf gleichzeitig die Unterhitze des oberen. Allerdings sollten Sie hier nicht die angegebene Anzahl der Kohlen für die Oberhitze verwenden, sondern nur die der Unterhitze des oberen Topfes. Da die Hitze nicht nach oben hin entweichen kann, heizen sie besser. Wollen Sie verschiedene Dutch Oven stapeln, dann ist ein stabiler, nicht zu hoher Tisch essentiell. Spezielle Tische für Feuertöpfe, die es im Fachhandel gibt, sind ideal. Diese können Sie auch ohne die langen Beine aufstellen und das Stapeln ist dann problemlos möglich. Außerdem können Sie so bequem in die Töpfe schauen und sie bequem und rückenschonend heben.

Dietrich Kasper - GasProfi24 BlogHinweis von GasProfi Dietrich Kasper:
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Welches Zubehör für den Dutch Oven ist sinnvoll?

Um mit den gusseisernen Töpfen die verschiedenen Speisen zuzubereiten, benötigen Sie noch ein wenig zusätzliches Equipment, das einen leichteren Umgang mit den Töpfen ermöglicht:

  • Ein Deckelheber: Ohne einen Deckelheber haben Sie kaum eine Chance, einen mit heißer Glut belegten Deckel vom Topf zu heben.
  • Einen Holzlöffel: Mit einem großen Holzlöffel können Sie, ohne sich zu verbrennen, den Inhalt des Topfes umrühren.
  • Anzündkamin: Wenn Sie Ihren Dutch Oven mit Kohle betreiben, benötigen Sie einen Anzündkamin. Damit können Sie Ihre Grillkohle zügig in den passenden Zustand bringen.
  • Grillzange: Um die Briketts unter und auf dem Dutch Oven zu platzieren, sollten Sie passendes Grillbesteck zur Hand haben – vor allem eine gute, griffige Grillzange.
  • Grillhandschuh: Damit Sie den Dutch Oven selbst anfassen können, sollten Sie sich ein Paar guter Schweißerhandschuhe für Kontakthitze bis 300°C zulegen. Achtung: Die Hitze dringt durch den Handschuh durch, wenn dieser nass wird – beispielsweise, wenn Ihnen etwas von dem flüssigen Inhalt des Topfes auf den Handschuh schwappt.
  • Pfannenknecht: Um den Deckel sicher und sauber abzustellen, hat sich ein Pfannenknecht bewährt. Aufgeklappt dient er nicht nur als Deckel, sondern auch als Möglichkeit, den umgedrehten Deckel als Pfanne zu benutzen.
  • Hitzefeste Unterlage: Da der Topf sehr lange heiß bleibt, benötigt er eine Unterlage, auf der er nach der Nutzung auskühlen kann.

Sicherheitsbestimmungen im Umgang mit dem Dutch Oven

Beim Umgang mit Feuer und glühenden Kohlen sind die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen das oberste Gebot. Beachten Sie die folgenden Punkte, dann steht ungetrübtem Grillvergnügen nichts im Wege:

  • Stellen Sie Ihren Dutch Oven auf einen ebenen, windgeschützten und nicht entflammbaren Untergrund.
  • Dutch Oven mit glühenden Kohlen niemals in geschlossenen Räumen verwenden.
  • Benutzen Sie niemals Spiritus oder Benzin, da damit immer die Gefahr von Stichflammen oder Verpuffungen einhergeht.
  • Halten Sie genügend Abstand zu brennbaren Materialien. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass die Glut durch Wind einige Meter von der Feuerstelle weg geweht werden kann.
  • Lassen Sie keine Kinder in die Nähe des heißen Dutch Ovens.
  • Tragen Sie Schweißer- oder Grillhandschuhe, wenn Sie den heißen Feuertopf oder den Anzündkamin anfassen.
  • Es kann jederzeit etwas Glut herunterfallen, tragen Sie also geschlossene Schuhe.
  • Haben Sie für eventuelle kleine Brände immer einen Gartenschlauch zur Hand.

Fazit

Für Abenteurer und einfach alle, die gerne in der freien Natur sind, ist ein Dutch Oven fast unabdingbar, denn mit den gusseisernen Töpfen ist die Zubereitung der verschiedensten Speisen im Freien nahezu problemlos möglich. Egal ob über offenem Feuer, auf heißer Glut oder im Erdlochgrill – der Dutch Oven ist universal einsetzbar.

Weiterführende Informationen zu Dutch Oven und gusseisernen Töpfen

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