Produkt des Monats im August: CO² Flaschen vom Gasprofi

CO² oder auch Kohlensäure (in Verbindung mit Wasser) wird in Bereichen wie der Aquaristik (im Fischbecken zum Wohle der Pflanzen), für Zapfanlagen (für das eigene Wohl 😉 ) oder auch zum Schweißen von Metallen benutzt. Ein vielseitiges Produkt also. Grund genug, die CO² Stahlflasche als GasProfi24 Produkt des Monats August zu küren und einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. CO² füllen wir von BonnGas / GasProfi24 auf unserer hauseigenen Abfüllanlage ab und prüfen die Flaschen auf ihre TÜV-Gültigkeit. Mit einem abgelaufenen TÜV darf die Flasche nicht mehr befüllt werden. Übrigens: Auch die Soda Zylinder für die Wassersprudler werden bei uns gefüllt, und zwar mit frischer Kohlensäure aus der Eifel von der Firma Dauner!

Allgemeine Informationen zu CO² Flaschen

Wie bereits in der Einleitung angemerkt, müssen die CO² Flaschen vom TÜV abgenommen werden. Die Prüfungsintervalle liegen bei 10 Jahren und eine Kennzeichnung mit dem nächsten Abnahmedatum bzw. dem Jahr der Prüfung (das wird zur Zeit gleichzeitig angewendet) muss auf der Flasche vorhanden sein. Der vom TÜV aufgebrachte Prüfdruck liegt dabei meist bei 250 bar.

CO2 Produktflaschen - Produkt des Monats (c) www.gasprofi24.de

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Druckflasche mit dem sogenannten Cage, also einem Schutzbügel oder Tragegriff ausgestattet ist. Falls dem nicht so ist, kann aufgrund der Sicherheitsvorschriften keine Nachfüllung vorgenommen werden. Selbstverständlich rüsten wir an unserem Standort diesen Tragegriff gerne nach.

Die CO² Gasflaschenventile sind meist durch eine Berstscheibe gesichert, da sich Kohlendioxid bei starker Wärmezufuhr relativ schnell ausdehnt und einen starken Druckanstieg bewirken kann. Daher sollten CO² Flaschen niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Generell gilt für die Lagerung von Gasflaschen, dass sie nicht offenem Feuer oder starker Erwärmung ausgesetzt werden sollen – gerade bei CO² Flaschen muss man dies beachten. Wie auch bei anderen Gasflaschen gilt es, die Flasche vor Korrosion, Beschädigung und unbefugtem Zugriff zu bewahren.

CO2 für Aquaristik (c) Morgue File by jade

CO² für das Aquarium

Bei der Anschaffung eines mit CO² betriebenem Düngesystem stellen sich dem zukünftigen, stolzen Besitzer zwei Fragen:

  • Größe der CO² Flasche
  • Einschätzung der Wechselintervalle oder Nachfüllintervalle

Als Grundregel gilt: je geringer die Karbonathärte (KH) ist, desto geringer ist auch der CO²-Bedarf. Ab einer Aquariumgröße von 100 Litern empfiehlt sich der Einsatz einer Druckflasche von 2 kg. Wiederbefüllbare CO²-Flaschen gibt es aber in knapp 15 verschiedenen Größen von 350 g – 37,5 kg. Logischerweise sind bei größeren Flaschen auch die Nachfüllintervalle geringer.

Der Inhalt der Stahlflaschen wiederum lässt sich nur über das jeweilige Gewicht akkurat bestimmen. Hierfür benötigen Sie:

  • Leergewicht der Flasche (Ziffer befindet sich im Stempel der Flasche)
  • Gewicht des Schutzbügels (ca. 0,50 kg)
  • Gewicht des Ventils (ca. 0,25 kg)

Formel zur Berechnung des CO²-Gewichts:

Flaschengewicht
– Leergewicht
– Schutzbügel
– Ventilgewicht
________________
CO²-Gewicht

Um den Zeitpunkt der nächsten Nachfüllung abschätzen zu können, kann als einfachste Möglichkeit der Flaschendruck beobachtet werden. Sinkt dieser unter 50 bar, wird in den kommenden Tagen eine Nachfüllung notwendig sein.

Anhand einer weiteren Formel lässt sich der CO²-Verbrauch aber auch ungefähr berechnen. Voraussetzung ist aber, dass Sie die Anzahl der CO²-Blasen pro Minute kennen und diesen Wert auch konstant halten können. Ausgangsformel für die Berechnung des CO²-Verbrauchs ist, dass 10 CO²-Blasen pro Minute einem Gramm CO² am Tag entsprechen. Je höher also die Anzahl der Blasen pro Minute ist, desto höher ist natürlich auch der CO²-Verbrauch und somit müssen die CO² Flaschen in kürzeren Intervallen ausgetauscht werden.

Weitere Informationen zum Thema CO² Flaschen in der Aquaristik

CO² für Zapfanlagen_gezapftes Bier (c) www.gasprofi24.de

CO² für Zapfanlagen

Was gibt es schöneres als ein kühles, frisch gezapftes Bier? Fast nichts. Aber wie oft hat ein jeder von uns schon einmal ein Bier vorgesetzt bekommen, was mehr Schaum als Bier war? Oder wie im obigen Bild ein wenig trostlos aussah. Für das Glück beim Zapfen ist ein einfach physikalischer Prozess notwendig. Bier aus Flaschen wird unter Druck abgefüllt und enthält CO² (Kohlendioxid). Nach dem Öffnen der Flasche entweicht der Druck und das Gas entbindet sich aus der Flüssigkeit. Warum?

Nach dem Öffnen der Flasche herrscht über dem Bier nur noch der normale Luftdruck, während das Kohlendioxid im Bier mit dem höheren Sättigungsdruck gelöst ist. Das Kohlendioxid strebt daher nach oben, um die Sättigung an die neuen Druckverhältnisse anzugleichen.

Das gleiche Prinzip gilt auch für das Zapfen vom Fass. Wenn in der Leitung vom Fass ein zu geringer Sättigungsdruck herrscht, dann beginnt das Kohlendioxid sich bereits in der Leitung aus der Flüssigkeit zu binden. Dieser Prozess führt zum Entstehen von Blasen und dies wiederum zu einem „Schaumbier“. Beim Zapfen muss also ein Gleichgewicht zwischen dem Druck in der Leitung und dem Sättigungsdruck des Kohlendioxids im Bier erreicht werden. Dieser Gleichgewichtsdruck ist temperaturabhängig und mit steigender Außentemperatur zu. So hat zum Beispiel eine Flasche oder ein Fass Bier bei 7 °C einen Druck von 1,0 bar, während schon bei 25 °C ein Druck von 2,4 bar herrscht.

CO² Flaschen für den betrieblichen Einsatz

CO² wird im betrieblichen Einsatz vor allem in der flüssigen Form verwendet. Hierfür sind die Gasflaschen mit einem sogenannten Steigrohr ausgestattet, welches bis in den Bodenbereich der Flasche reicht. Durch das gasförmige CO² im oberen Bereich der Flasche wird das Flüssiggas durch das Steigrohr nach oben durch das Ventil aus der Flasche gepresst. Auf diese Weise lässt sich CO² für die Herstellung von Trockenschnee nutzen oder auch für Stahlreinigungen. Auch bei den Heizungsinstallateuren ist das CO² beliebt, da es in der flüssigen Form z.B. für Rohrleitungen in Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden kann und somit bei einem eventuellen Austausch von einem Heizungskörper nicht die gesamte Heizungsanlage entleert werden muss.
Wichtig! CO2 Flaschen mit Steigrohr dürfen im Gegensatz zu den Standardflaschen nicht mit Druckminderer betrieben werden.

Bei Unterbringung von Gasflaschen im Betrieb gilt es folgendes zu beachten:

  • Das Lager muss laut geltender Vorschriften aus feuerhemmenden Materialien bestehen und eine gut funktionierende Lüftung besitzen
  • CO² Flaschen dürfen nicht in direkter Nähe zu Brenngasflaschen oder Sauerstofflaschen gelagert werden
  • Gasflaschen mit Flüssiggas dürfen nur stehend gelagert werden und müssen gegen das Umfallen gesichert werden
  • Für den Transport im Betrieb empfiehlt sich ein Flaschenwagen mit Sicherungskette

Wichtig! Bei dem Arbeiten mit CO² sollte beachtet werden, dass der Raum gut gelüftet ist, da CO² schwerer als Luft ist und so die Atemluft verdrängt in schlecht geschlossenen Räumen.

Fazit

Auch bei unserem Produkt des Monats August zeigt sich wieder die Vielseitigkeit bei der Verwendung von Gas, in diesem Fall die von CO². Je nach Verwendungszweck gibt es jedoch bestimmte Dinge zu beachten. Sollten Sie hierbei Fragen haben, steht Ihnen das Team von BonnGas / GasProfi24 kompetent zur Seite – denn wir sind GasProfis mit Leidenschaft und zertifizierte Fachmänner nach BGV D34 & G 607.

Ähnliche Beiträge auf dem GasProfi24-Blog